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Da öffnet sich der Himmel

Zukunftswerkstatt in St. Marien, Frankfurt
Da öffnet sich der Himmel
Da öffnet sich der Himmel
Diese Kirche ist nach oben offen. © Edwin Borg

Familien reden mit!

© Edwin BorgWas klotzt Du?
© Edwin BorgWas klotzt Du?
© Edwin BorgFrüh übt sich...
© Edwin BorgHochhäuser wuchsen schnell in die Höhe.
© Edwin BorgKreativität braucht Nachschub!
© Edwin BorgStadtplanung will gelernt sein.
© Edwin BorgEine bekannte Arena durfte nicht fehlen. Da stand es noch 2:1.
© Edwin BorgArtistik und Jonglage zeigten schon die Jüngsten.

Familien wollen sich einbringen. Familien wollen sich vernetzen. Familien haben aber wenig Zeit. Deshalb lud die Pfarrei Sankt Marien in Zusammenarbeit mit der Fachstelle Familienpastoral Eltern mit ihren Kindern zu einer Zukunftswerkstatt am 2. November 2019 nach Praunheim ein. Über 50 Personen waren der Einladung gefolgt.

Bei der Klötzchenbaustelle konnten alt und jung gemeinsam zu Stadtplanern werden. Ganz spielerisch tauschten sie sich darüber aus, was für sie im Leben wichtig ist. Dies wurde abgerundet durch einen Impuls zu den zwei Häusern, die auf Sand bzw. Fels gebaut sind (Mt 7), und das gemeinsame Mittagessen. "Bis hierhin war die Veranstaltung aufgebaut wie eine messy church, die bislang vor allem im angelsächsischen Raum verbreitet sind" sagt Edwin Borg von der Fachstelle Familienpastoral. "Diese Form lebt vom kreativen Miteinander, an das sich ein kurz gestalteter Gottesdienst und eine gemeinsame Mahlzeit anschließen. Das sollten die Familien in Frankfurt auf jeden Fall miteinander erleben."

Charlotte Dere und Markus Feldes vom Pastoralteam fügen hinzu: "Wir wollten darüber hinaus die Meinungen und Ideen der Familien zur Arbeit der Pfarrei kennen lernen, um die Zukunft nicht an deren Bedarfen vorbei zu planen. Wir wollen hinhören, was gebraucht wird - um es dann mit Familien umzusetzen."

Deshalb wurde durch eine Kinderversammlung und ein World Café ein intensiver Austausch ermöglicht und zahlreiche Ideen gesammelt. Dazu gehören die Beteiligung der Familien am Schulkonzept eines neuen katholischen Gymnasiums. Eine neue Arbeitsgruppe wird sich darüber Gedanken machen, Gottesdienste familienfreundlicher zu gestalten. Eine weitere konkrete Idee ist es, durch innovative und für alle Familien am Ort offene Projekte mehr Kontakt zu allen Familien in der Nachbarschaft zu finden. "Wir müssen raus aus unseren Räumen!" war ein oft gehörter Satz an diesem Samstag. Dabei könnte das Familienzentrum der Pfarrei mit seinen bestehenden Vernetzungen eine wichtige Rolle spielen. Die Kinder wünschten sich unter anderem mehr Einsatz für die Umwelt, kürzere Predigten und mehr Angebote für die MinistrantInnen. Die Präsentation aller Diskussions-Ergebnisse wurde aufgelockert durch die jungen Künstler eines Zirkusworkshops, den Sarah Krebs vom Team der Fachstelle parallel veranstaltet hatte. Die eigens eröffnete Familien Lounge der Frankfurter Familienbildungsstätte sorgte mit dafür, dass sich an diesem Tag alle Familien einbringen, willkomen- und wohlfühlen konnten.

"Dieser Tag war durch seine Mischung sehr gelungen. Er hat Familien vernetzt und uns allen viele neue Impulse gebracht" zog Marina Thebbe vom Pastoralteam als Fazit. (eb)